Archiv der Kategorie 'Wohnungsnot'

WM 2014 – was passiert in Brasilien?

WM Fieber macht sich breit im Land. Aber dieses Jahr trifft die Schockdoktrine der FIFA auf harten Widerstand von der brasilianischen Bevölkerung:

verärgert über die verschwendung öffentlicher Gelder und sogar Staatsverschuldung wegen dem Bau dreier Stadion; Aufrüstung der Polizei (für 700 Mio Euro!); Räumung von 250.000 Familien, um Platz für FIFA Bauprojekte zu schaffen; Einschränkung von Grundrechte (zB Versammlungsrecht); etablierung einer speziellen Polizeieinheit, nur um die Menschen während der WM zu bekämpfen; usw., usw… Und die Gelder fliessen wie gewohnt unter anderem nach Deutschland an Siemens, Bauunternehmen wie Gerkan, Marg & Partner, usw. Auch sind Gepard Flugabwehrpanzer (Made in Germany) in Rio und andere Orte stationiert. (mehr…)

[Barcelona] Mehrtägige Unruhen nach Räumung von Can Vies

Seit Montag dauern die Ausschreitungen in Barcelona an, als Reaktion auf die Räumung des seit 17 Jahren besetzten Hauses „Can Vies“ im Stadtteil Sants. Am Montag Morgen wurde das besetzte und autonom organisierte Sozialzentrum auf Anordnung der Regierung in Barcelona durch die katalanischen Bullen geräumt. Rechtlicher Besitzer_in und somit ebenso verantwortlich für die Räumung ist die TMB (öffentliche Verkehrsmittel von Barcelona), die nicht zuletzt durch einen enormen finanziellen Aufwand (u.a. eine Horde Anwält_innen), für die Zerstörung eines weiteren kollektiven Raumes gesorgt hat. (mehr…)

[B] Mietenkampf in Mitte

Die Brunnenstraße 6/7 wehrt sich gegen ein Ende ihrer Geschichte

Nachdem die Mieterhöhungsschreiben für die Brunnenstraße 6/7 bekannt wurden und wir, die Hausbewohner_innen, uns mit einer „Kampfansage“ öffentlich zu Wort gemeldet haben, scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen. Die Grundstücksverwaltung Gawehn, vertreten durch Uwe Heiland, hat sich zu einem ersten Gespräch bereit erklärt. Dort muss zunächst geklärt werden, ob die Mietsteigerung grundsätzlich verhandelbar sind. Denn für uns sind die Erhöhungen nicht nachvollziehbar. (mehr…)

Squatting Days 2014 Hamburg


Kommt zu den Squatting Days 2014 in Hamburg!

Vom 27. bis 31. August werden wir gemeinsam Hausbesetzungen zum Thema machen. Lasst uns Erfahrungen austauschen, diskutieren, um die Häuser ziehen und Aktionen starten.

Mobi Video: https://www.youtube.com/watch?v=1a3M5ELAUME

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[B] Räumung in der Reichenberger Str. 73 brutal durchgesetzt

Die Polizei setzte heute brutal eine Zwangsräumung in der Reichenberger Straße 73 durch. 120 solidarische Nachbar*innen und Aktivist*innen protestierten mit Sitzblockade.

Video

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Freiburg: Bewaffneter Wachschutz im Treppenhaus

Eine Wohnungsgenossenschaft krempelt ein Quartier um – und ihr Verständnis von „sozialverträglichem Wohnraum“

Ein Interview der FAU Freiburg, mit einem Mieter und Genossen des „Bauverein Breisgau eG“ (BVB).

Gentrifizierung, die Aufwertung, durch die noch bezahlbarer Wohnraum, zugunsten (luxus)sanierter Objekte weichen muss und in deren Folge nicht zahlungskräftige Menschen an die Außenränder der Städte gedrängt werden, ist ein selbst in der bürgerlichen Medienlandschaft nicht mehr zu verleugnendes Problem.
Ein Genosse aus Freiburg ist jetzt mit dieser Tatsache und ihren Folgen konfrontiert. Herbert, 63, verwitweter Rentner und Mitglied der ca. 17.000 Mitglieder zählenden Freiburger Baugenossenschaft „Bauverein Breisgau eG“ (BVB), lebt seit sieben Jahren in seiner Wohnung und hat einen Dauermietnutzungsvertrag.
Den bisherigen Mietpreis kann er noch gut aufbringen. Jetzt sollen er und viele andere MitbewohnerInnen und NachbarInnen raus. Wir sprachen mit Herbert.
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Neue Mietobergrenzen 2014: Alter, gepanschter Wein in neuen Schläuchen

Am 31. Oktober wird die zuständige Sozialdeputation(Ausschuss der Bremischen Bürgerschaft) neue Obergrenzen und Verfahrensregelungen für die Übernahme von Mietkosten in Bremen beschließen. Direkt Betroffen sind ca. 40.000 Haushalte im Leistungsbezug mit annähernd 100. 000 Menschen.
Was wird sich ändern? Hilft die neue Regelung Menschen bei der Wohnungssuche, beim Verlassen verschimmelter oder überbelegter Wohnungen ? Nein, im Gegenteil.
Nach Auffassung des Bremer Erwerbslosenverbandes wird sich die Situation der Leistungsberechtigten nicht verbessern, allgemein tendenziell verschlechtern und für bestimmte Personengruppen sogar deutlich verschlechtern.
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Wohnungsnot: Die Not der Einen wird zu den Profiten der Anderen!

Es ist unstrittig, Menschen mit niedrigem Einkommen haben es auch in Bremen immer schwerer eine Wohnung zu finden. Allein, es liegt nicht an zu wenigen Wohnungen und Häusern, die angeboten werden. Die Eintrittspreise, sprich die Mieten sind zu hoch. Entweder die geforderten Bruttokaltmieten (ohne Heizkosten) liegen über den Grenzen die im Rahmen von Hartz IV oder Grundsicherung von den Ämtern übernommen werden oder aber der Niedriglohn oder die Minirente reicht zur Finanzierung der Wohnung nicht aus. Drastisch zeichnet sich dieses Bild in den innerstädtischen Stadteilen. Ob im Viertel, östliche Vorstadt, Neustadt oder Findorff – mit Hartz IV oder Niedriglohn geht nichts mehr. Somit entstand über Jahre der Trend der sozialen Entmischung. Menschen mit Niedriglohn und Hartz IV zogen an die Stadtränder. Aber jetzt ist der Preisanstieg auch in Blumenthal und Huchting angekommen. Auch dort wird die Wohnungssuche zur Glückssache. Die Folgen sind oftmals von außen nicht sichtbar. Schlafen auf der Couch bei Freunden wird insbesondere von jüngeren Menschen über Jahre praktiziert, oder Ehepaare mit vier Kindern stapeln sich in Wohnungen mit drei Zimmern und 65 qm. Kellerlöcher, Schimmelbuden und Verschläge unter Dächern sind wieder vermietbar. Obdachlose auf der Straße sind nur der sichtbare im Promillebereich anzunehmende Teil der Betroffenen.
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